Weltweiter Verlust der Kulturpflanzenvielfalt

In den letzten 100 Jahren sind rund 75 Prozent der Kulturpflanzen weltweit verloren gegangen. "Während die Menschen sich früher von mehreren tausend Nutzpflanzenarten ernährten, lebt die Menschheit heute von rund 150 Arten, die Mehrheit der Weltbevölkerung sogar von nur zwölf", heißt es bei der FAO, Landwirtschafts- und Ernährungsorganisation der Vereinten Nationen. Heute sind Reis, Mais und Weizen die wichtigsten Nahrungsmittel.

Gründe für den Rückgang der Arten- und Sortenvielfalt:

- Der Monokulturanbau in einer industrialisierten Landwirtschaft mit seiner intensiven Bewirtschaftungsweise spielt eine entscheidende Rolle.
- Regionale Sorten werden durch moderne Zuchtsorten verdrängt
- Saatgutverkehrs- und Sortenschutzgesetz in Deutschland und internationale Saatgut- und Handelsgesetze blockieren die Züchtungsarbeit mit der
Folge, dass die Zahl selbstständiger Züchter abnimmt.
- Auch Eingriffe des Menschen in den Naturhaushalt spielen eine Rolle: Vernichtung von Pflanzen und Tieren, Verschmutzung von Land, Wasser und Luft.

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