Alternative Nutzung: Textilprojekt in EcuadorProjekt:
"Bosques sin Fronteras" - "Wälder ohne Grenzen"

Alternative Einkommensquellen und eine an die Region angepasste Landwirtschaft soll im Rahmen des Projektes „Wälder ohne Grenzen“ helfen, die letzten Trockenwaldgebiete in Peru und Ecuador zu erhalten. Dies erklärt NCI-Mitarbeiter Bolívar Tello fünf INKA-Mitgliedern bei einem Besuch in einem abgelegenen südecuadorianischen Dorf im Oktober 2001. Die Frauen des Dorfes zeigen Pferdedecken, die sie traditionell aus handgesponnener Wolle weben. Doch der fehlende Absatzmarkt für Decken hat die Weberei unrentabel gemacht. NCI hilft ihnen, bei der Umstellung auf gefragtere Produkte wie Taschen und bei der Erschließung neuer Märkte.

Das Projekt „Wälder ohne Grenzen“ wurde im Sommer 2001 von der INKA-Partnerorganisation Nature and Culture International (NCI) mit der Fundación Cerro Verde (Ecuador), Pro Aves (Peru), Universität Piura (Peru) und Birdlife International (USA) ins Leben gerufen. In diesem Projekt sollen bedrohte Trockenwaldgebiete in Ecuador und Peru länderübergreifend geschützt werden.

In einem ersten Schritt werden ausgewählte Waldflächen in Südecuador gekauft (La Ceiba, Laipuna), später sollen die verschiedenen Waldgebiete einen zusammenhängenden Korridor bilden. Die geschützten Wälder stellen die Kernflächen des Korridores dar, während das Umland von der Bevölkerung nachhaltig bewirtschaftet werden soll. NCI erstellte Ende letzten Jahres eine sozio-ökonomische Studie, um herauszufinden, welche anderen Einkommensquellen für die dort lebenden Menschen möglich sind, wie das Beispiel der Weberinnen zeigt. Denn die Frauen nutzen traditionelles Wissen sowohl bei Ihren Webarbeiten als auch bei Färbetechniken. In Zukunft sollen sie Produkte herstellen, die mehr gefragt sind. So wird die Region mit neuen Arbeitsplätzen und mit Hilfe von Umweltbildung als Naturraum langfristig erhalten.

INKA e.V. unterstützt das Projekt "Wälder ohne Grenzen", um den Erhalt einer der artenreichsten Lebensräume unserer Erde mit einem Mosaik aus Bergwäldern, Paramos und Trockenvegetation zu realisieren. Unser Bildungsmaterialien für die ecuadorianischen Schulen konzentrieren sich derzeit auf die tropischen Bergwälder, sollen aber auf die Trockenwaldgebiete ausgeweitet werden. Neben Bildungsarbeit beteiligt sich INKA e.V. auch an der Mittelbeschaffung für den Kauf von weiteren Waldflächen.

Zielsetzung
Bildung eines ökologischen Korridors zwischen Südecuador und Nordperu; Schutz der letzten Trockenwälder. Mit dem Erhalt der Wälder wird Bodenerosion in der Regenzeit vorgebeugt sowie der Trinkwasserschutz gewährleistet, denn ohne Bäume trocknen die Flächen stärker und schneller aus. Schaffung neuer an die Region angepasste Arbeitsplätze.

Tropische Trockenwälder im Bosque sin Fronteras Projekt 1 Bosque de Tagua
2 Cerro Negro
3 La Ceiba
4 Reserva Laipuna/
El Canon de Catamayo

5 Jatumbamba - Jorupe
6 Limón - Tambo Negro
7 Angashcola
8 Páramos de Amaluza
9 Parque Nacional Podocarpus
10 Reserva Biósfera del Noroeste
11 Cerro La Puerta
12 Cerros: Cachaco, Batán y Pindo
13 Cerros: San Pedro y Chorrera
14 Cerro Piedras Tablas
15 Cuyas - Cuchain